Verkaufszahlen und Preise steigen

2009 wurden circa vierzig Millionen Kopierer, Drucker und auch Multifunktionsgeräte im Nahen Osten, in Europa und in Afrika verkauft. Dies entspricht gegenüber dem Vorjahr, nach der Aussage des Marktforschers Gartner, einem Rückgang von ungefähr achtzehn Prozent. Da neben den gewerblichen Kunden auch die Verbraucher ihre Investitionen in die Hardware für Drucker deutlich zurückgeschraubt haben, steht die Branche unter Druck. Im vergangenen Jahr ging der Umsatz um mehr als einundzwanzig Prozent auf rund 11,3 Milliarden Euro zurück. Die Hersteller erwirtschafteten im Jahr 2008 circa 14,4 Milliarden Euro Umsatz.

Verkaufszahlen steigen erstmals wieder

Das Marktforschungshaus Context hat unterdessen Anzeichen für eine Trendwende ausgemacht. Dabei berücksichtigten sie die Abverkaufszahlen vom Großhandel in Frankreich, Großbritannien, Deutschland, Italien und auch die aus den Niederlanden und aus Polen. Nach Aussage des Context-Mitbegründers Jeremy Davies sind die Verkaufszahlen von Tinten- und Laserdruckern im März 2010 erstmals seit annähernd zwei Jahren wieder gestiegen. Gegenüber dem Vergleichsmonat 2009 betrug die Steigerung 2,9 Prozent. Dabei kletterten die Umsätze um 4,5 Prozent. Nicht zuletzt haben die Hersteller dieses auch der leichten Zunahme der Preise für Drucker zuzuschreiben. Der mittlere Preis lag im ersten Quartal 2010 laut dem Marktforschungshaus bei 142 Euro pro Drucker. In den sechs zurückliegenden Monaten lag der Preis im Schnitt bei 138 Euro pro Gerät.

Mobilfunkgeräte mit weiter steigender Beliebtheit

Es zeichnet sich mit Blick auf die unterschiedlichen Produktkategorien eine divergierende Entwicklung ab. Insbesondere Mobilfunkgeräte erfreuen sich wachsender Beliebtheit. Dagegen gehen die Verkaufszahlen für Drucker, sowohl für Tinten- als auch für Laserdrucker zurück. Der Absatz von Tinten-Mobilfunkgeräten lag im März fast 16 Prozent höher als noch vor einem Jahr. Der Zuwachs bei Laser-MFPs betrug sogar 16,5 Prozent. Derzeit machen die Tinten-MFPs ungefähr 59 Prozent aller Tinten- und Laserdrucker, die verkauft wurden, aus. Auf 8,4 Prozent kommen die multifunktionalen Laser-Geräte. Context registrierte im März bei den reinen Laserdruckern einen Absatzrückgang von rund 17 Prozent. Auch die Verkaufszahlen der reinen Tintengeräte gingen deutlich zurück. Davies unterstreicht, dass der Absatz in den Monaten zuvor in dieser Produktkategorie allerdings um bis zu 40 Prozent einbrach.

Hewlett-Packard die unangefochtene Spitze

Hewlett-Packard hat unter den Druckerherstellern ganz klar die Nase vorne. Im März des Jahres 2010 stammte annähernd jedes zweite verkaufte Geräte von diesem US-Konzern. Epson folgt mit 17,2 Prozent, dahinter kommt Samsung mit sieben Prozent, gefolgt von Canon mit 6,6 Prozent und Lexmark, die immerhin noch einen Marktanteil von 6,2 Prozent schaffen konnten.