Als vor ca. 25 Jahren die ersten Laptops auf den Markt kamen, war wohl kaum jemandem bewußt, welchen Siegeszug tragbare Computer eines Tages führen würden. Damals waren die Geräte extrem groß und klobig und mussten in ein bis zwei Koffern mitgeschleppt werden.
Vom kiloschweren Gerät zum tragbaren Büro
Diese ersten Laptops waren auch nicht für die breite Masse der Kunden gedacht, sondern für Wissenschaftler, Politiker und Wirtschaftsbosse - diese mussten meist auch nicht selbst die schweren Koffer rumschleppen, sondern hatten ihre Assistenten dafür. Nach und nach wurden die Laptops immer kleiner und gleichzeitig leistungsfähiger, doch für den Großteil der Kunden war ein Laptop noch immer keine Alternative - die Geräte kosteten damals mehrere tausend Mark.
In den 1990ern wurden die Geräte schließlich langsam billiger - der Großteil der privaten Nutzer schaffte sich trotzdem lieber einen PC an - diese waren leistungsfähiger, robuster, erweiterbar und vor allem: billiger. In den ersten Jahren des 21. Jahrhunderts wurden schließlich Computer allgemein preisgünstiger und damit die Laptops endlich auch für den Otto-Normal Verbraucher einigermaßen erschwinglich. Langsam aber sicher nahm die Zahl der privat genutzten Laptops stetig zu, vor allem bei Studenten und Schülern erfreute sich der tragbare PC großer Beliebtheit. Doch die Laptophersteller konnten sich nicht lange auf ihren Lorbeeren ausruhen - waren die Verkaufszahlen in den ersten Jahren des neuen Jahrtausends noch ständig nach oben gestiegen, so machten nach den ersten Jahren neuartige, noch kleinere und günstigere Mini Computer den Laptops Konkurrenz - die Netbooks.
Kleiner, handlicher und mobiler
Ein standardmäßiges Netbook ist nur gut halb so groß wie ein Laptop und hat auch ein viel geringeres Gewicht - so lässt sich das Netbook bequem in den Rucksack oder in die Handtasche stecken und kann überall mit hingenommen werden. Doch Netbooks haben nicht nur Vorteile - damit es überhaupt möglich war, so kleine tragbare Computer zu bauen, mussten natürlich Abstriche bei der Leistung und der Hardware gemacht werden. Die meisten Netbooks haben eine abgespeckte Version von Windows XP einprogrammiert, da Windows Vista zuviel Arbeitsspeicher und Prozessorleistung brauchen würde. Außerdem haben Netbooks keine DVD oder CD-ROM Laufwerke und außerdem besteht kaum die Möglichkeit die Netbooks aufzurüsten.
Das Netbook wurde aber auch nicht konzipiert, um damit die neuesten PC-Games spielen zu können oder aufwendige Programme abzuspielen - das Netbook dient in erster Linie zum Internetsurfen und Arbeiten. So sind standardmäßig Microsoft Office oder vergleichbare Linux Programme vorinstalliert, genauso wie ein W-Lan Anschluss. Für aufwendige Aufgaben wie beispielsweise die Bereitstellung und Wartung eines vServer muss ein Techniker der Telekom also einen herkömmlichen Laptop der neuesten Generation zur Verfügung haben - ein Netbook würde hier nicht ausreichen.
Wer jedoch den tragbaren Computer hauptsächlich zum Internet surfen und zum Schreiben von Textdateien oder zum Erstellen von Tabellen verwendet, der ist mit einem Netbook auf jeden Fall gut beraten.