Der Computer ist heutzutage in keinem Büro und fast keinem Haushalt der westlichen Welt mehr wegzudenken. Während ein PC früher hauptsächlich in Industrie und Forschung benötigt wurde, ist es heute für uns selbstverständlich, mit einem Computer zu arbeiten und/oder den Computer auch in der Freizeit zu nutzen. Als die ersten Laptops auf den Markt kamen, waren diese meist nur für Manager oder Wissenschaftler interessant (vor allem auch wegen des hohen Preises) und auch noch nicht unbedingt für Privatpersonen konzipiert.
Früher nur Manager und Wissenschaftler, heute sogar Grundschüler
Seit Beginn der 1990er Jahre wurden Laptops auch für Privatpersonen immer interessanter und die Preise sanken langsam auf erschwingbare Preisniveaus - auch für Normalverdiener. Die Vorteile eines Laptops liegen klar auf der Hand: er ist tragbar, man kann auch unterwegs mit ihm arbeiten und ist – mit Ausnahme des Akkuaufladens – nicht auf externe Stromquellen angewiesen. Als die Preise langsam auf ein akzeptables Niveau fielen, stiegen gleichzeitig die Verkaufszahlen enorm an und immer mehr Privatpersonen und Familien legten sich einen Laptop zu. Vor allem Studenten und Schüler nutzten die Möglichkeiten eines tragbaren Computers in immer stärkerem Ausmaße. So kann man beispielsweise gleich während der Vorlesung oder während des Unterrichts am Computer mitschreiben und die Unterlagen darin bequem verwalten und abrufen.
Nachteile von Laptops
Die Nachteile der ersten Laptops lagen in den schwachen Akkus – diese hielten meist nur ein paar Stunden bevor sie wieder aufgeladen werden mussten. Außerdem verfügten die ersten Laptops nicht über die Rechenleistung eines vergleichbaren Heimcomputers, da alle Teile in ein wesentlich kleineres Gerät eingebaut werden mussten. Doch diese Probleme waren bald überwunden, da die Computertechnologie auch im Bereich der Laptops rasend schnelle Fortschritte gemacht hat. Inzwischen sind Laptops nur geringfügig weniger leistungsfähig als moderne Heimcomputer und die Akkukapazitäten werden ständig weiter optimiert. Ein anderer Nachteil, den Laptops noch haben, ist, dass sie für Privatpersonen schwer zu reparieren oder aufzurüsten sind. Während man in einen Heim-PC schnell mal eine neue Festplatte, Grafikkarte oder einen neuen Lüfter eingebaut hat, ist dies bei einem Laptop schon bedeutend schwieriger.
Der vielversprechende Nachfolger des Laptops: das Netbook
In den letzten fünf Jahren hat sich allmählich eine Unterart der Laptops entwickelt, welche immer beliebter wird: das Netbook. Das Netbook ist im Grunde eine abgespeckte Version eines Laptops, ist höchstens halb so groß und halb so schwer wie ein herkömmlicher Laptop und auch bedeutend billiger. So gibt es beispielsweise schon Netbooks um die 200 Euro. Für diesen Preis bekommt man ein Gerät der mittleren Leistungsklasse, das mit einer abgespeckten Version von Linux oder Windows läuft und die gängigsten Funktionen wie Dokumente/Tabellen verfassen/bearbeiten, Internet surfen und E-Mails verfassen und lesen aufweisen kann.
Wenn man vor der Wahl steht, sich einen Laptop oder ein Netbook anzuschaffen, sollte man also in erster Linie überdenken, was man mit dem Gerät machen möchte, bzw. welchen Anforderungen es gerecht werden sollte. Ähnlich wie vor dem Kauf eines neuen Druckers, wo man in der Regel einen Preisvergleich Drucker startet, sollte man bei der Wahl zwischen Laptop und Netbook zusätzlich die Preise bei verschiedenen Anbietern vergleichen – so kann man oft viel Geld sparen.